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Aus Lichter Höhe
Die Türklinke
Kind meiner Liebe, drücke die Klinke nieder an der Tür von deines Vaters Herzen, an der Tür deines Heims, das du in Empörung verlassen hast, um
hinauszuwandern in die Ferne, in Finsternis und Schuld, in Elend, Kummer und Entbehrung; das du verlassen hast, um – immerdar vergebens – zu suchen den Frieden der Erfüllung und die Freude an der Erreichung deiner
Ziele.
Sohn meiner Sonne, hast du noch in Erinnerung, wenn du an deine Heimat denkst, dass diese Tür nur scheinbar zugeschlossen ist, dass sie von innen weder
Schloss noch Riegel trägt, und dass, wer einzutreten wünschte, leicht die Klinke niederdrücken und sein Heim betreten könnte?
Wenn ein Kind heimzukommen willens wäre, würde ein leichter Druck seiner Hand genügen, um die Tür sich öffnen zu lassen – es würde in ein Antlitz
blicken, Vaterarme würden sich ihm entgegenbreiten und es notgedrungen wieder zurück zu den Seinen zu bringen.
Unverschlossen ist die Tür Meines Herzens, aber aus eigenem freien Willen musst du sie öffnen, um einzutreten.
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