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aktualisiert am
 02.02.2012

Für Kinder


Für Kinder

 

Die Zeit und der Herrscher (2)
Nr. 9b

 

 Die Welt ist in einem Zustand der Ruhelosigkeit. Viele fühlen es in sich selbst. Viele der Älteren unter uns sehen es in unserer Nation und in den Völkern von Europa und Asien.

 Die Zeit des Friedens und der Ruhe kommt schnell näher, aber vorher werden wir noch mit Unruhe und Krieg rechnen müssen, gerade so wie oft Wind, Gewitter und Regen vor der Windstille herrschen. „Die Trompete wird 'Zu den Waffen!' rufen, und der wahre Krieger in seiner Rüstung aus Wahrheit, Licht, Freiheit und Gleichheit wird erscheinen, und in einem Augenblick wird sich die Weltgeschichte ändern.“

 Die Völker befinden sich alle in einer Krise. Auch die einzelnen Menschen machen eine Krise durch. Die Zeit ist gekommen, dass sie sich entscheiden müssen für die gute oder böse Seite im Kampf zwischen Wahrheit und Falschheit.

 Auch die Kinder leben in einer Zeit der Krise. Sie befinden sich mitten in der Unruhe und den falschen Zuständen. Auch sie müssen wählen, ob die Wahrheit in ihrem Leben herrschen soll. In ein paar Jahren werden die Kinder als junge Männer und Frauen in der Welt stehen, und sie werden wichtige Fragen zu entscheiden haben. Sie bereiten sich schon heute auf diese Fragen vor, indem sie sich zu Hause, in der Schule und unter den Freunden für das Richtige entscheiden, weil sie sich für eine Gemeinschaft entschieden haben, die Liebe zu allen Menschen und allen Dingen als ihr Motto hat.

 Jede liebreiche Tat eines Kindes wird von der ganzen Welt empfunden. Zuerst wird sie von der Familie bemerkt, zu welcher das Kind gehört, und dann von der großen Welt-Familie, zu der wir alle gehören.

 Wenn wir daran denken, wie groß der Einfluss ist, den jeder Mensch auf die ganze Welt hat, ist es da nicht herrlich sich vorzustellen, wie stark unser Einfluss gefühlt wird von allen Kindern auf dieser Welt? Ist es deshalb nicht wichtig, dass dieser Einfluss gut ist, statt böse?

 Die Menschen heute wollen Freiheit. Kinder wissen, was Freiheit bedeutet. Sie mögen sie. Das tun auch erwachsene Menschen und Völker.

 Jedesmal, wenn wir „den Stein aufheben, der ein kleines Veilchen oder einen Grashalm erdrückt, oder wenn wir das Wort sprechen, das einem Bruder auf seinem Wege weiterhilft, geben wir ihnen nicht nur größere Freiheit, sondern kommen selbst der Vollkommenheit näher, weil wir das Gebot der Liebe erfüllt haben, das uns den Pfad zu Gott ebnet, der jetzt durch das Selbst verschlossen und verriegelt ist.“

 Es werden jetzt die Bedingungen für das Kommen eines großen Lehrers vorbereitet, genau so wie dem Samenkorn Gelegenheit zum Wachsen gegeben wurde. Durch unsere Not und Sehnsucht ermöglichen wir das einer Großen Seele, die irgendwo wartet und wacht, die das Leben der Menschen, ihre Unzufriedenheit und Unruhe sieht. Sie hört auch unser Verlangen nach höherem Leben und Licht und will uns innerlich erheben, uns den richtigen Weg zeigen und helfen die Verhältnisse zu ändern, gerade so wie der Same sich der Luft und der Sonne zuwendet und die Blätter und alles andere dahin richtet, wo er Gelegenheit zum Wachstum hat.

 Ihr werdet sehen, dass das alles ganz natürlich ist. Wir sind alle eine Familie, zusammen mit den Vögeln, Pflanzen, Samen und Steinen, und wir alle wachsen nach demselben Gesetz.

 Es ist jetzt Winter für die Völker der Welt. Doch eines schönen Tages wird es Frühling, und wenn wir alle Wahrheiten behalten und in unseren Herzen bewahren, zum Wohle anderer wirken, uns selbst vergessen, können wir nach dem Lehrer ausschauen, der zu uns kommen und uns an seine Seite emporziehen will.

 Wir wollen stets daran denken, uns für andere hinzugeben. Wir wollen dem getreuen Führer folgen, der Stillen Stimme in unseren Herzen. Wir wollen nicht mutlos werden, auch wenn wir körperlich leiden oder schwere Gedanken haben. Wir wollen unser Leben betrachten, als ob es ein Kreis wäre. Ein Teil des Lebensweges ist auf dem absteigenden Bogen, der andere Teil auf dem aufsteigenden, und dort werden wir die Früchte unserer Liebe und Güte, unseres Leidens und Opferns in reichem Masse ernten und zwar in der Liebe und dem Glück unserer Brüder und Schwestern. 

 Denn Leid und Opfer werden neue Zustände geschaffen haben und eine neue Schwingung erweckt, und das Stöhnen der Leidenden wird sich in Freudenrufe verwandeln, dass ein neues Kind geboren wird, ein neuer Mensch, der gemeinsam mit den Engeln des Himmels singen wird: „Ehre sei Gott in der Höhe, Friede auf Erden, und den Menschen ein Wohlgefallen.“