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aktualisiert am
 02.02.2012

Tempellehren

    Der Ausweg

    TL 435

     

      In der Menschheit als Gesamtheit und jedem einzelnen ihrer Glieder gärt und brodelt es vor Unzufriedenheit, enttäuschtem Ehrgeiz, tiefem Kummer und hoffnungsloser Verzweiflung. Die Lebensprobleme sind einfach zu schwierig geworden, die Unruhe zu entnervend, die Depression zu hoffnungslos.

     Obwohl wir uns fest an die neuesten Theorien in Wissenschaft und Religion klammern, die uns in den Stunden tiefsten Schmerzes und höchster Angst Trost und Hilfe versprechen, flüchten wir uns doch immer wieder in unseren alten Glauben an einen persönlichen Gott und Vater. Denn wir haben ein immenses Bedürfnis nach einer starken Hand, die uns durch die Labyrinthe unseres Lebens führt, wir wissen selbst, wie schwach und fehlbar wir sind, und wie wir uns deshalb nach persönlicher Führung sehnen. 

     Aber es kommt auch vor, dass der Konflikt zwischen dem früheren und dem jetzigen Glauben einen Menschen in den Unglauben treibt oder ihn dazu bewegt, irgendeine scheinbar wissenschaftliche Erklärung für das Lebensgeheimnis anzunehmen. Er sieht dann keinen anderen Ausweg mehr, keine Möglichkeit, einander widersprechende Auffassungen zu versöhnen.

     Doch in aller Bescheidenheit sagen wir euch: Es gibt einen Ausweg. Stets hat die Unendlichkeit Menschen zur Erde geschickt, um von ihm zu zeugen. Wir sind in unserer Verblendung und Unwissenheit bewusst oder aus Furcht vom Weg abgewichen. Und euch, Brüdern, Schwestern, Freunden oder Fremden, die ihr herzkrank, müde vom Suchen und entmutigt seid, oder offenen Herzens nach der großen Wirklichkeit sucht - euch haben wir eine Botschaft zu überbringen, und gleichzeitig eine strenge Forderung.

      In keinem Menschen ist jemals ein Bedürfnis entstanden, kein Mensch hat jemals eine Bitte ausgesprochen, die nicht irgendwie und irgendwo erfüllt werden könnte. An uns liegt es, den Weg dafür zu finden. Wenn wir einen Christus brauchen - seid dann gewiss, es gibt einen Christus. Wenn wir einen Gott, einen Himmel oder eine Hölle brauchen - wir können dessen gewiss sein, dass sie in irgendeiner Form, an irgendeinem Ort existieren. Wenn wir andere Lebensformen auf der Erde oder irgendwo anders brauchen - wir werden diese Lebensform erleben. Wenn wir menschliche Liebe und Sympathie brauchen, liegt es nur an uns, richtig danach zu suchen.

     Wenn wir wissen und euch sagen, wo und wie ihr die Erfüllung dieser Bedürfnisse finden könnt, wäre es dann nicht sehr dumm von euch, die Augen abzuwenden und eine andere Richtung einzuschlagen? Wir sind davon überzeugt, dass wir wissen, wo die herrlichsten Gaben zu finden sind, und wir bitten euch, Herz und Verstand für das zu öffnen, was wir euch sagen können. Wenn ihr das Vertrauen gewonnen habt, dass wir die Wahrheit sagen, schließt ihr euch uns vielleicht an und sucht mit uns weiter.

      Es gibt drei universelle, fundamentale Gesetze. Wer sie sich wirklich zu einer Herzensangelegenheit macht, für den lösen sich alle Probleme des Lebens.

     Nur durch unsere Unkenntnis oder falsche Interpretation dieser Gesetze sind wir der Täuschung erlegen und auf Irrwege geraten. Nur dadurch sahen wir uns schließlich gezwungen, die Auffassungen anderer Menschen zu übernehmen, die ebenso unwissend sind wie wir selbst, und nur dadurch sind wir vielleicht zu einer Ablehnung der Religion überhaupt gekommen und haben uns dem materialistischen Denken ergeben.

    Diese drei Gesetze sind:

      1. Das Universum ist wesentlich eine Einheit, die alle materiellen und geistigen Gegebenheiten mit einschließt.

      2. Es gilt das Gesetz von Ursache und Wirkung, das manchmal auch Karma heißt.

      3. Die Seele des Menschen verkörpert sich wiederholt in allen Zuständen und Bereichen des Lebens. Man pflegt das Reinkarnation zu nennen.

     Diese Gesetze gelten ebenso unabänderlich in den Zuständen geistigen und seelischen Lebens wie im Physischen, denn diese drei Zustände durchdringen einander. Wenn wir diese tiefen Wahrheiten vollkommen verstanden und in uns aufgenommen, wenn wir auch die Kraft gewonnen haben, sie richtig anzuwenden, dann können wir jede Frage beantworten, die sich uns auf unserem Evolutionsweg stellt.