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Zusammengestellt aus TL von Annegret Liebig
Februar 2012
Liebe Tempelgeschwister, liebe Freunde,
wir haben von der Sünde der TRENNUNG gehört. Aber auch die Trennung hat - wie alles auf der Welt - seine zwei Seiten. Am Anfang der
Schöpfung wurden all die bisher vereinigten, ruhenden Energien durch das „Wort“ zur Tätigkeit aufgerufen, „worauf TRENNUNG zwischen den verschiedenen Energieformen in vollkommener Ordnung“(TL Nr. 120, S.
454) eintrat. Die Vielheit wurde geboren und breitete sich aus in all ihrer Schönheit und ihren unzähligen Möglichkeiten. Nur hierdurch wurde dem Menschen, als er dann auf der Bildfläche erschien, die freie Wahl
geschenkt. Wie sonst hätte er seinen Willen, der aus der Möglichkeit der Wahl erwächst, entwickeln können? Und wie hätte er Gutes von Bösem unterscheiden/TRENNEN gelernt, wenn es keine Wahlmöglichkeiten
gegeben hätte? Es wird vorausgesetzt, dass wir lernfähig sind, und dass diese Vielfalt nicht bis ins Unendliche als Lernmaterial gebraucht wird.
„Die Menschheit entwickelt sich jetzt unter einem anderen Abschnitt des universellen Gesetzes als demjenigen, der die Geburt und die
Entwicklung des Menschen zu Beginn des gegenwärtigen Zyklus regierte. Damals herrschte allgemein das Gesetz der Differenzierung, der TRENNUNG, während das Gesetz der VEREINIGUNG, der VERBINDUNG, in der jetzigen
Rasse überwiegend tätig ist. ..... Alle, die ihre winzige Kraft und ihr selbstsüchtiges Verlangen dem Zweck und der Macht Gottes feindlich entgegenstellen, müssen in dem Kampf unvermeidlich unterliegen.“ (TL
Nr. 86, S. 327)
„Es gibt einen Weg, und zwar nur einen, durch den die höheren und die niederen Ebenen und Lebenszustände VERBUNDEN werden können,
nämlich durch den Wiederaufbau der Brücke, welche bei der TRENNUNG von Geist und Materie zerstört wurde. Der Mensch muss diese Brücke selber bauen; er muss sie aus der Substanz seines eigenen physischen Körpers
und seiner niederen Mentalität errichten. ..... Der Mensch muss sie gut und stark durch unermüdliche Anstrengung und mit den Werkzeugen des Selbstopfers und geistigen Strebens errichten. Dabei muss er das Gewicht
jedes Moleküls, aus dem die Brücke besteht, während ihres Aufbaus durch die Überwindung der Selbstsucht und niedriger Wünsche verringern.“ (TL Nr. 82, s. 307/8)Ein kindlich gläubiger Gehorsam dem göttlichen
Gesetz gegenĂĽber ist dafĂĽr erforderlich.
„Jede Stellung, die es wert ist, in der materiellen oder in der inneren Welt erlangt zu werden, wartet auf den Menschen, der sich diese
verdient hat; und sie erwartet ihn infolge der Tätigkeit des zyklischen Gesetzes. Es ist „der Kleinste unter diesen“, der diese Anerkennung vermöge des kindlichen Herzens erlangt, welches ohne zu fragen denen
gehorcht, die das karmische Recht auf solchen Gehorsam haben, und dieses Herz handelt im Einklang mit dem göttlichen Gesetz. Im kindlichen Herzen gibt die TRENNUNGSLINIE – die begrenzende Kraft – nach. Der
Geist hat die Seele verfeinert, die Seele verfeinert den Körper. In einem solchen Leben hat sich eine Veränderung vollzogen, durch welche die früher als Abstoßung wirkende Kraft umgekehrt wurde. Die Kraft der
Anziehung verbindet jetzt alle drei, Körper, Seele und Geist, und vereinigt sie auf einer höheren Lebensebene. Die Stellung eines solchen Wesens auf der kosmischen Lebensleiter ist nun für alle Zeiten
gesichert.“ (TL Nr. 85, S. 321/2)
„Das Reich Gottes ist inwendig in euch, und es ist auch in der Zentralzelle des Kristalls und im Zentrum aller Dinge und Zustände.
Solange ihr der Zentralzelle gehorcht, werdet ihr fortfahren, die höheren Eigenschaften AUFZUBAUEN, wie auch die Ecken des Kristalls durch dasselbe Gesetz bis zur schließlichen Vollkommenheit der Form ausgebildet
werden. Aber eine derartige Ausdehnung geistiger Substanz wie auch des Zellenlebens hängt von der jedem Atom innewohnenden Fähigkeit ab, jeder äußeren Kraft, welche auf TRENNUNG von der eigenen Art hinarbeitet,
zu widerstehen. TRENNUNG strebt danach, die Aufgabe des (göttlichen) Egos zu vereiteln, welches die Substanz beherrscht und allein die geometrische Form kennt, welche die göttliche Weisheit entsprechend dem Gesetz
der Zahl für jede Substanzmenge festgelegt hat. Auch würde TRENNUNG die ebenso mächtige Fähigkeit, den wahren aufbauenden Kräften nicht zu widerstehen, zerstören.“ (TL Nr. 89, S. 339)
Doch es gibt eine TRENNUNG, die den aufbauenden Kräften dient: die Trennung der Schafe von den „leidenschaftsgebundenen“ Böcken.
„Niemals kam ein Avatar, ein großer Hüter Seines Volkes, mit einem Ölzweig in der Hand auf die Erde. Stets kommt Er mit einem Schwert,
zu SCHEIDEN „die Schafe von den Böcken“, die Übel der Unwissenheit von Wissen und Wahrheit. Der Ölzweig wird Wirklichkeit, wenn das Schwert sein TRENNUNGSWERRK vollzogen hat und die Seele, frei von allen
Hindernissen, frei von ihren niedrigen Vorstellungen, ihr Haupt beugt und spricht: „Nimm und gebrauche mich, tritt mich, wenn notwendig, nur reinige und läutere mich, führe mich zu dem Strom des lebendigen
Wassers, damit auch ich, für meinen Teil, denen Leben zu geben vermag, die mir nachfolgen.“ (TL Nr. 103, S. 388)
Vom „TRENNEN der Schafe von den Böcken“ wird auch in folgender TL gesprochen und trifft auch auf unsere heutige Zeit wieder zu:
„Wenn der Durst nach Volksherrschaft ein Volk ergreift, so nähert sich die betreffende Rasse oder Nation dem Höherpunkt der
Entwicklung, die sie als Ganzes erreichen konnte. Sie bereiten dann den Weg zur TRENNUNG der „Schafe von den Böcken“ dieser zyklischen Runde vor, wie es von dem Propheten verkündet wird – wobei die Schafe
durch Wiedergeburt in eine höhere Form der Kultur, möglicherweise auf einen anderen Planeten, bildlich gesprochen, „zur rechten Hand Gottes“ versetzt werden. Die Böcke – die leidenschaftsgebundenen,
unvernünftigen Abkömmlinge – müssen den „linken“ Pfad zur Erkenntnis nehmen, den Pfad des Leidens, damit sie sich zu ihrer Zeit zu einem ähnlichen Punkt erheben können, wie ihn die „Schafe“ erreicht
haben. Viele Völker der Erde befinden sich jetzt in der schweren Schmerzenszeit einer derartigen Vorbereitung, daher das wahnsinnige Streben nach Volksherrschaft, das über die Erde fegt. Der Weise tritt zurück,
schaut zu und lauscht; denn er kennt das unausbleibliche Ergebnis.“ (TL Nr. 128, S. 484)
Doch fĂĽr die SchĂĽler der Meister ist Einheit angesagt. Das TRENNEN bleibt den Avataren vorbehalten, welche die groĂźe Ăśbersicht haben:
„Die Mehrzahl der Menschen benötigt eine lange Zeit, um die Tatsache hinzunehmen, dass lediglich eine sehr begrenzte Anzahl von ihnen bis zu jenem Grad entwickelt ist, der es ihnen ermöglicht zu bestimmen, was
genau ein jeder Zustand der Natur oder irgendeine Handlungsweise des Menschen in Wahrheit darstellt. Das letzte Wort in irgendeiner Angelegenheit ist selten gesprochen, der eigentliche Grund einer Handlung sehr
selten bestimmt worden.“ (TL Nr. 305, S. 1042)
„Lässt eine solche Gruppe (von Schülern) – trotz der Schätze an Weisheit und Erkenntnis, die ihr gegeben wurden – die Kräfte der
TRENNUNG und der Zwietracht in ihren Reihen einreißen oder lässt sich im Netzwerk der unerbittlichen, gegenseitigen Kritik über eine nationale oder religiöse Frage (die wohl kein sterblicher Geist zuverlässig
lösen kann) verfangen, dann ist das eigentliche Leben der Gruppe bedroht.“ (TL 301, S. 1028)
Es ist gut, wenn wir unterschiedliche Meinungen stehen lassen können und erkennen, dass Meinung nicht gleich Wissen ist. Sehr kluge Köpfe
sind schon zu der Einsicht gekommen, dass sie wissen, dass sie nichts wissen. Sie vermuten nur.
Wie immer grĂĽĂźt Euch in Liebe
Eure Annegret
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